So ein Familientreffen machen wir jedes Jahr. Heißt: nur Mama und Kinder. Kind und Kegel bleiben zu Hause! Wir haben das vor einigen Jahren eingeführt, weil wir in ganz Deutschland verteilt leben und uns nicht so oft sehen. Jedes Jahr ist eine andere Stadt dran, die wir unsicher machen können. Dieses Jahr fiel die Wahl auf Dresden - noch vor dem Hochwasser. Wir hatten erst befürchtet, dass noch einiges vom Hochwasser zu sehen sein würde. War aber nicht so.
Wenn man abends an der Elbe spazieren geht, kann man die wunderschöne Skyline bestaunen. Wenn man genug Zeit hat, lohnt es sich auf jeden Fall, die Sehenswürdigkeiten alle einzeln auch von innen zu bestaunen. Wir hatten beispielsweise leider das Pech, keine Karten mehr für das Grüne Gewölbe zu bekommen (die sind pro Tag begrenzt und oft muss eine Wartezeit mit eingeplant werden!). Wir haben uns die Kunstschätze dann in einem Bildband im Museums-Shop angesehen. :-/
Auch bei der Frauenkirche hatten wir Pech: Just in dem Moment, wo wir ankamen, machten die doch zu! Weil dort die Vorbereitungen für ein Bach-Konzert liefen. Naja, immerhin haben wir ziemlich viel von außen gesehen. ;-)
Unsere Unterkunft war ein Hostel in der Louisenstraße. Sehr einfach, aber funktional (stellt euch mal vor, wie ich mich oben in das Doppelstockbett hieve), aber für uns und 2 Nächte absolut ausreichend. Nur der Lärmpegel unter der Nacht war nicht so schön. Wir wussten einfach nicht, dass die Louisenstraße das Herz des Szeneviertels ist. Eine Bar neben der anderen - und jede Menge Läden zum Stöbern und Shoppen. Wir haben jedenfalls ziemlich viel Zeit in dieser Straße zugebracht. ;-)
Auch toll: die Kunsthof-Passage. Mit Flohmärkten, Galerien, Bars, Cafés ... und natürlich sind die Hinterhäuser auch Kunst für sich:
Die Sachsen sind ja so ein Völkchen für sich. Und ja, die sächseln natürlich unglaublich stark. ;-) Aber man merkt, dass die Sachsen auch ein sehr fröhliches und freundliches Volk sind. Haben wir doch auch einige Skurrilitäten entdeckt, wie z.B. den "dynamischen Geistertreff" (Fan-Kneipe) und eine gefährliche Raubkatze (wo die bloß diesen Riesenknochen her hatte?!).
Trotz einiger Wehrmutstropfen (s. oben) hatten wir jede Menge Spaß! In der Altstadt gibt es ein Fotostudio, wo wir nicht dran vorbeikamen: Unsere Mama ging da erst alleine rein und meinte zum Fotografen, dass sie sich gern mit ihren 4 Kindern ablichten lassen würde. Als wir dann eintraten, bekam der arme Herr Kommol ganz große Augen: Dass die Kinder schon sooo groß sind, hat er nicht gedacht (außerdem haben wir ihn um mindestens einen Kopf überragt).
Nachdem wir ein passendes Kleid gefunden haben (bei unserer Größe gar nicht so einfach), hat Frau Kommol - unsere "Kammerzofe" - uns beim Einkleiden geholfen.
Alles in allem ein total lockeres und herzliches Flair dort! Und was haben wir alle gelacht! :-)
Tochter und Mutter sind schräg drauf ...
Und hier das Endergebnis (ich habe es aber noch etwas bearbeitet und auf alt getrimmt):
Nach diesen 2 Tagen hatten wir dann vorerst wieder genug voneinander. ;-) Aber wir freuen uns schon auf nächstes Jahr!
LG
Andrea






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