Als wir im März auf Gran Canaria waren, habe ich mir Kaktusmarmelade mitgebracht. Die war so dermaßen lecker, dass ich bereut habe, nur ein kleines Probiergläschen mitgenommen zu haben. Die Kaktusmarmelade kann man natürlich auch übers Internet bestellen - z.B. hier. Ist ganzschön teuer. Aber der Preis ist auch auf Gran Canaria schon recht happig. Denn die Kaktusfrüchte müssen mit Spezialhandschuhen und Spezialwerkzeugen geerntet werden. Das ist sehr aufwändig und rechtfertigt den Preis.
Ich habe lange nach dieser Marmelade gelechzt und neulich, als ich in einem großen Supermarkt Kaktusfeigen gesehen habe, hab ich mir gleich einen 6er-Pack gekauft. Da das in meinen Augen ziemlich wenig war (und die anderen Kaktusfeigen nicht so dolle aussahen), wollte ich das mit Himbeeren kombinieren. Also gleich noch Gelierzucker gekauft und dann zuhause losgelegt:
So geht's:
Die Kaktusfeigen müssen mit Handschuhen geschält werden (es reichen normale Gummihandschuhe), weil die Früchte winzige Stacheln haben, die man nicht sieht - aber auf jeden Fall fühlt. ;-) Die Schale der Früchte von oben nach unten einritzen, dann kann man die Schale ganz gut abziehen.
Mit den Himbeeren zusammen hatte ich 500 g Frucht (ergab bei mir zum Schluss 3 kleine Marmeladengläser). Die Früchte habe ich püriert und durch ein Sieb gegeben (wir mögen keine Kerne und Stückchen). Anschließend dieses Mus in einen Topf geben, Gelierzucker unterrühren (ich hatte 3:1-Gelierzucker, damit es schön fruchtig und nicht zu süß wird), aufkochen und für 3 Minuten aufkochen. In heiße Gläser geben, zuschrauben und für einige Minuten auf den Kopf stellen. Dann abkühlen lassen. Fertig!
Das war meine allererste selbstgemachte Marmelade. Und ich muss sagen, sie ist super lecker geworden! Wenn die Gläser weg sind und ich wieder mal Kaktusfeigen sehe, dann schlag ich nochmal zu und koche wieder Marmalede - dann aber auch mal ohne Himbeeren. Die waren diesmal eher ein "Auffüller" (dennoch eine tolle Kombination!).
LG
Andrea

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